Referat über den Film" rote Glut"

Der Film Rote Glut wurde, im fiktiven Ort Lotheim, im Ruhrgebiet gedreht. Vor dem Hintergrund des Strukturwandels im Ruhrgebiet spielt das Sozialdrama um die beiden Brüder Adam und Robert Vegener. Wobei zugleich die Problematik einer ganzen Region deutlich wird: Stahlwerksschließungen und der Niedergang einer ganzen Industrie.

Nach einem schweren Unfall im Walzwerk von Lotheim soll Gutachter Robert Vegener eine alles entscheidende Rentabilitätsprüfung, über Profitabilität und Zukunft des Werks verfassen. Eigentlich hatte er nie vorgehabt, in seine Heimatstadt zurückzukehren. Ausgerechnet dort ist sein älterer Bruder Adam als Stahlwerker und Betriebsrat tätig und mit seiner einst großen Liebe, Verheiratet. Über ihnen steht der verstorbene Vater Anton Vegener (Arbeiterführer), der im Ort als der Malocher bekannt ist und noch immer großes Ansehen besitzt aber privat ein Tyrann war.

Der Film schildert die Zusammenhänge zwischen der wirtschaftlichen Rentabilität eines nicht mehr wirtschaftlichen Walzwerks und den sozialen Problemen die sich durch eine Schließung des Werks ergeben.

Anfangs will sich jeder, mit dem wiedergekehrtem Robert Vegener gut stellen. Einerseits die Geschäftsführung des Walzwerks, weil sie das Werk geschlossen haben möchte um Gelder aus Brüssel zu bekommen. Und andererseits die Belegschaft die um ihre Existenz bangt. Viele haben Frau und Kinder und müssen die Schulden für ihr Haus abbezahlen.

Robert kümmern die Sorgen seiner ehemaligen Kollegen nicht und sieht nur die finanzielle Seite des Gutachtens. Er denkt oft an die Zeit zurück als er in Lotheim der Außenseiter war, und vom fliegen mit einem selbst gebastelten Gerät träumte. Dementsprechend niederschmetternt fällt das Gutachten für die Belegschaft aus.

Das ohnehin schon gespannte Verhältnis der beiden Brüder überträgt sich nun auf den ganzen Ort, Robert kann sich seines Lebens nicht mehr sicher sein. Die Belegschaft und deren Angehörige, angeführt durch Adam Vegener, halten zusammen und treten in den Streik. Der ganze Ort hängt am Walzwerk, wenn es schließt würde das für viele die Arbeitslosigkeit bedeuten. Diese Existenzängste entladen sich in offener Gewalt gegenüber Robert Vegener.

Nur seine einst große Liebe und jetzige Schwägerin schafft es ihn davon zu überzeugen, daß hinter seinem Gutachten nicht nur Zahlen sondern auch die Menschen stecken. Langsam wird ihm klar, daß man ihn nur benutzt hat um ein älteres Gutachten zu widerlegen das man zum Verkauf des Werks benötigt hatte. Der Unfall der alles ausgelöst hatte und Überhaupt erst ein neues Gutachten nötig gemacht hat war wahrscheinlich durch Manipulation herbeigeführt worden. Auf der Suche nach Beweisen wird Robert erst richtig klar in welches perfide Spiel der Geschäftsleitung er verstrickt war.

Als er endlich die Machenschaften aufdecken kann erkennt er, daß sein eigener Bruder sich hat kaufen lassen. Adam hat die Maschine manipuliert, durch die der Unfall mit Todesfolge zustande kam. Nach einer Erklärung suchend gibt Adam an einmal im Leben auf der finanziellen Gewinnerseite stehen zu wollen. Doch durch den tot seines Kollegen von Selbstzweifeln geprägt schießt er sich vor den Augen seines Bruders eine Kugel durch den Kopf.

Die Belegschaft hat durch den Streik ein akzeptables Angebot von Entschädigungen, Vorruhestandsregelungen und Umschulungsmaßnahmen angenommen.

So wurde mit der wirtschaftlichen Macht des globalen Konzerns versucht sich weitgehend den soziale Frieden zu erkaufen.

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